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"Ich werde dort oft kicken" Gablingens Kinder dürfen dies nun täglich – auf einem Minispielfeld, das am Samstag eingeweiht wurde.
Und am Ende musste das Gemeindeoberhaupt zwischen die Pfosten. Tapfer stellte sich Karl Hörmann, Gablingens jüngst gewählter Bürgermeister, den Siebenmeter-Schüssen von Groß und Klein. Schüler, Eltern, Großeltern, Lehrer, aktive, passive Fußballer - alle durften einmal draufhalten und somit das frische Kunststoffrasen-Grün betreten. Es war ein großer Tag für Gablingen, für die Ortsclubs SV Gablingen (SVG) und TSV Lützelburg, allen voran aber für die Volksschule und die Kinder. Als erste Kommune im Landkreis Augsburg wurde das 4700 Einwohner-Dorf an der Schmutter auserwählt und bekam somit die Nachhaltigkeit der so wunderschönen Fußball-Weltmeisterschaft 2006 hierzulande in positivster Weise zu spüren. Denn nun steht ein nagelneues Minifußballfeld, 13 mal 20 Meter groß, am zuvor beinahe schon in Vergessenheit geratenen alten Schulsportplatz. Finanziert zu einem Großteil vom Deutschen Fußball-Bund (DFB), der eben Dank der tollen WM 06 Gewinne im zweistelligen Millionenbereich erwirtschaftet hatte. Mit diesen Geldern – so will es das Präsidium um Boss Dr. Theo Zwanziger - sollen mitunter Projekte an der Basis, sprich im Kinder- und Jugendfußball, in Angriff genommen werden. Wie etwa der Bau von 1000 Kleinstfeldern bundesweit, von denen nun eines fertig samt integrierten Kleintoren, Banden und Fangnetz in Gablingen steht - und Hunderten Jungs und Mädels ab sofort Spiel, Spaß, Freude und Bewegung ermöglicht. Selbstverständlich, dass dies am Samstagvormittag Anlass zu einem heiteren Festakt war, der in der Mehrzweckhalle eingeläutet wurde. Dritt- und Viertklässer sangen freudig „we play football“, die Flötengruppe spielte und Schulrektor Michael Appel, der zum Schuljahresende in den wohlverdienten Ruhestand eintretet, strahlte ob des Highlights zum Ende seiner Laufbahn. Er riet den Kindern, sie mögen das Fußballfeld „häufig nützen.“. Florian, der in der F-Jugend des TSV Lützelburg kickt, brauchte der Schulchef das wohl nicht zweimal zu sagen: „Ich werde dort oft spielen und will mal Nationalspieler werden“, so der Knirps. Hier kann er von nun an täglich an seiner Technik feilen, denn das Minifeld ist für den Schulsport, aber auch in der Freizeit stets offen zugänglich.
Bewerbung kurz vor Fristablauf
Erst ganz knapp vor Ablauf der Frist, so Appel, habe er die Bewerbung um eines der Spielfelder beim DFB eingereicht. Ein ausschlaggebender Grund für das Glück, zu den 1000 aus 5000 Gewinnern zu zählen, sei „die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Sportverein und Schule“ gewesen, erklärte Bürgermeister Hörmann. So zeigte sich auch SVG-Vorstand Hasan Anac stolz auf das neue Sportschmuckstück. Wenn Feld und Tore bereitstehen, was fehlt dann noch? Klar, der Ball. SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Simone Strohmayr gehörte wie auch Volker Wedel, Bezirksvorsitzender beim Bayerischen Fußball-Verband, zu den Gratulanten. Beide überreichten als Präsent ein schönes rundes Leder an Schulrektor Appel. Zudem gab es vom BFV T-Shirts mit dem Logo der Frauen-WM 2011 für alle Kids.
Spenden für Mosambik
Apropos BFV: Der Verband kooperiert mit Mosambik. Schülerinnen der vierten Jahrgangstufe hatten extra sich mit dem Staat im Süd-Osten Afrikas auseinandergesetzt. Sie präsentierten den Gästen in der Mehrzweckhalle interessante Details und Bilder über das von Aids und Flutkatastrophen geplagte Land, in welchem 1,6 Millionen Waisenkinder leben. Keine Frage: Erlöse aus dem anschließenden Speisenverkauf und zusätzliche Spenden ließ die Volksschule Gablingen Mosambik zukommen. Was den Menschen, den Kindern vorneweg, im Nachbarland Südafrikas Freude bereitet und im schweren Alltag hilft, wussten die Grundschülerinnen ganz genau: „Spaß am Fußball.“ Und den haben sie mit Gablingens Volksschülern gemeinsam. Bevor diese dann richtig loslegen durften, fünf gegen fünf, gab Pfarrer Gerhard Kögel dem Minispielfeld göttlichen Segen. Das erste Tor gelang übrigens Patrick Hoffmann. Der G-Jugendakteur beim SV Gablingen traf für die Klasse 1A zum 1:0 gegen die Parallelklasse 1B. Wie er sich als Premierentorschütze fühlt? – „Gut“, seine knappe Antwort, atmete kurz durch, sprintete wieder los und wollte das hübsche kleine Feld am liebsten gar nicht mehr verlassen. Quelle: (AZ,votr)
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