Geschichte

Vorgeschichte
Wenn das offizielle Gründungsdatum des Vereins 1935 ist, so sollte nicht unerwähnt bleiben, dass es eine Vorgeschichte gibt.

Bereits 1922 wurde in Gablingen Fußball gespielt. Die damaligen Idealisten waren hauptsächlich Lehrlinge, die in Augsburg beschäftigt waren und von dort das Fußballspiel nach Gablingen brachten.

Es gab seinerzeit weder Sportkleidung noch Fußballstiefel, sondern es wurde noch in langen Hosen und mit Sonntagsschuhen gespielt, was jedoch dem Spieleifer keinen Abbruch tat. Als Sportplatz diente zunächst eine Wiese, später die Heide. Zuschauer waren meist nur Kinder. Nicht vergessen sollte man, dass auch 1928 ein Club gegründet wurde. Dieser konnte sich aber nicht richtig entwickeln und musste bald nach seiner Gründung wieder aufgelöst werden.

SV Gablingen - Fussballmannschaft 1922
SV Gablingen - Fussballmannschaft 1922
SV Gablingen - Fussballmannschaft 1935
SV Gablingen - Fussballmannschaft 1935

Vorgeschichte
Wenn das offizielle Gründungsdatum des Vereins 1935 ist, so sollte nicht unerwähnt bleiben, dass es eine Vorgeschichte gibt.
Bereits 1922 wurde in Gablingen Fußball gespielt. Die damaligen Idealisten waren hauptsächlich Lehrlinge, die in Augsburg beschäftigt waren und von dort das Fußballspiel nach Gablingen brachten.
Es gab seinerzeit weder Sportkleidung noch Fußballstiefel, sondern es wurde noch in langen Hosen und mit Sonntagsschuhen gespielt, was jedoch dem Spieleifer keinen Abbruch tat. Als Sportplatz diente zunächst eine Wiese, später die Heide. Zuschauer waren meist nur Kinder. Nicht vergessen sollte man, dass auch 1928 ein Club gegründet wurde. Dieser konnte sich aber nicht richtig entwickeln und musste bald nach seiner Gründung wieder aufgelöst werden.

Nachkriegszeit
Nach dem zweiten Weltkrieg formierte sich der ehemalige VfL mit Genehmigung der Militärregierung wieder neu. Rudolf Raimund, Josef Förg und Bernhard Oblinger waren die Initiatoren.
Am 20. April 1946 wurde die Wiederbelebungsversammlung abgehalten und der Entschluss gefasst, dass der Name VfL gelöscht und dafür ein Sportverein Gablingen (SVG) angemeldet wird.
Die Hauptsportart war Fußball, aber auch Theateraufführungen begeisterten das Publikum ebenso wie die Kunstkraftsportgruppe und die Spiele der erfolgreichen Damenhandballmannschaft.
Der Umbruch in den gesellschaftlich soziologischen Verhältnissen prägte damals auch den SVG, waren doch diese Jahre gewissermaßen ein Schmelzkessel, um Einheimische und Flüchtlinge zu einer dörflichen Einheit zu verbinden. Die Bedingungen beim Start in die neue Zeit waren überaus hart, wobei der Hunger eine nicht unbedeutende Rolle spielte. Heil aus dem Krieg gekommen zu sein, ließ jedoch vieles an Widrigkeiten vergessen. Mit der Währungsreform 1948 stand der Verein vor dem finanziellen Nichts. Wieder musste eine Neuanfang gemacht werden, der sich aber lohnte.

SV Gablingen - Zuschauer
SV Gablingen - Zuschauer v.l.n.r.: Scheule, Hans Schmidt, Georg Bergmeier, Karl Schmid, Leonhard Lebsanft

Theater
Unvergesslich aus dieser schweren Zeit sind die gefeierten Theaterspieler, die es verstanden, von 1946 bis 1961 ihr Publikum zu begeistern und zum Lachen zu bringen. Die Namen Rosa Auernhammer, Ottilie Aumiller, Barbara Stuhlmüller, Maria Nißl, Helga Ott, Xaver Aumiller, Gallus Wittmann, Josef Wünsch, Anton Knaus, Peter Erhard, Johann Förg, Thomas Schrodt, Ludwig Laier, Josef Bierbichler, Rudolf Raimund, Bernhard Oblinger, Peter Plöckl und Martin Geißenberger fallen dazu ein.

SV Gablingen - Kunst-Kraft-Sport 1950-1960
SV Gablingen - Kunst-Kraft-Sport 1950-1960 Kraftturnen Untermann Hans Janik, die Aufbaugruppe von links Willy Hemer sen., Karl Ullmann und Anton Ullmann

Kunstkraftsport
Gefeierte Kunstkraftsportler waren von 1950 bis 1960 Anton Ullmann, Willi Hemer, Karl Ullmann und Hans Janik.

Sie versetzten in überzeugender Manier Publikum und Konkurrenz in Erstaunen. 

Einige Titel, wie auch den des deutschen Meisters durch Anton Ullmann, wurden nach Gablingen geholt.

Damenhandball
Auch die Damenhandballmannschaft war sehr erfolgreich und lehrte von 1946 bis 1949 mancher Mannschaft im weiten Umland das Fürchten. 

Damals wurde noch Feldhandball gespielt und unvergesslich sind dabei die Namen Olga Beier, Hilda Biedermann, Elisabeth Buck, Martha Ebner, Cilli Ostermeier, Elisabeth Förg, Lydia Haupt, Fini Hüller, Hella Jung, Lilo Kaiser, Marianne Kratzer, Gertrud Liepert, Anni Ort, Helga Ott, Hedi Riedel, Anni Schmid, Dora Schur, die Siegel-Schwestern Traudi, Elfriede, Ilse und Gretl, Barbara Stuhlmüller, Sophie Pomp und Sophie Wörle.

SV Gablingen - Handball-Frauen 1946-49
SV Gablingen - Handball-Frauen 1946-49: Hinten v.l.: Rudolf Raimung, Traudl Siegel, Marianne Kratzer, Lydiy Haupt, Wilhelm Streidl, Lilo Kaiser, Hilla Jung Mitte: Olga Beier Vorne v.l.: Anni Ort, Elis Förg, Hilda Bidermann

Sportheimbau

Ein ganz großer Tag in der SVG-Geschichte war die Einweihung des Sportheimes zum 30-jährigen Bestehen 1965. Früher war es nach dem Spiel so, dass man sich entweder im Vereinslokal Dössinger oder beim Hartl umziehen und nur mit kaltem Wasser waschen konnte. Mit viel Mühe wurden 1951 zwei Umkleidekabinen und ein Schiedsrichterraum errichtet. Es war für die damalige Zeit schon ein großer Erfolg, da man keine langen Wege zurücklegen musste. 1963 entschloss sich der SVG nach außerordentlich zähen Auseinandersetzungen trotz eines finanziellen Kraftaktes zum Bau eines Sportheimes. 
Im nächsten Jahr begann die Baumaßnahme mit der Verlegung einer Wasserleitung zum Sportplatz, um fließendes Wasser zu haben. Durch großen Einsatz mit vielen Stunden Eigenleistung einiger Vereinsmitglieder wurde des Sportheim schweißtreibend erstellt. Besonders gewürdigt sei hierbei Adolf Zogler, dessen unermüdliches Engagement wesentlich zur Fertigstellung beigetragen hat. Zur Stromversorgung wurde eine Leitung von der Siedlung zum Sportheim verlegt.
Das Heim war zuerst als Versammlungs- und Jugendraum gedacht, während es später so umgebaut wurde, dass eine Gaststätte entstand. Vor einigen Jahren gab es einen Kabinenneubau und eine Garage wurde erstellt. Noch nicht realisiert wurde bislang der notwendige Anschluss an die gemeindliche Kanalisation. Die Gemeinde Gablingen plant dies jedoch in den nächsten Jahren.

SV Gablingen - Sportheim 1965
SV Gablingen - Sportheim 1965

Fußball, Tischtennis, Eisstockschießen, Turnen, Ski+Wandern, Volleyball und Tennis

Wenn auch Fußball immer eine dominante Sportart beim SVG war, so entwickelten sich im Laufe der Zeit andere Sportarten. Heute bietet der Verein den sportinteressierten Bürgern vielfältige Betätigungsfelder.

So entstand bereits 1951 auf Initiative des damaligen Jugendleiters, Otto Schaffer, eine Tischtennisabteilung. 1962 gesellte sich Eisstockschießen dazu. Willi Streidl regte 1967 eine Abteilung Damen-Gymnastik (heute Turnen) an. 1976 gründete sich auf Anregung von Günther Schaffer die Abteilung Ski+Wandern. Günther Schaffer war es auch, der 1980 die Tennisabteilung ins Leben rief.

Eine der jüngsten Abteilungen ist Volleyball, gegründet 1997 auf Initiative von Dr. Annette Heinrichs.

Es ist kaum möglich, alle Aktivitäten des SVG chronologisch vollständig aufzuzählen und alle wichtigen Namen zu nennen. Erinnert werden sollte aber noch an die früheren großen Jubiläumsfeiern 1960 (25 Jahre) und 1985 (50 Jahre).

Außerdem gab und gibt es viele außersportliche Veranstaltungen, wie Jugendpartys, den Glammhogga-Cup mit der Kella-Bar, Weihnachtsmärkte und die Teilnahme an Faschingsumzügen.

Jedes Jahr werden Sportler und Funktionäre aus allen Abteilungen für ihr Engagement von der Gemeinde geehrt.

Der Verein versucht mit immer neuen sportlichen Angeboten (z. B. Hip-Hop, Kindertanz und Line Dance) mit der Zeit zu gehen.

Seit dem 01.01.2020 gehört die Abteilung Dart als jüngste Sparte zum Sportverein Gablingen. Im Nebenraum des Sportheims wird auf der Dartanlage feste “geworfen”!

Weitere Details zur Historie des SVG´s können Sie den Chroniken entnehmen.

 

Sie können die Jubiläumsbroschüre auch runterladen: